Psychische Stabilität erreichen – Lebensqualität steigern

Kaum ein Mensch in unserer Gesellschaft kann von sich behaupten, er wäre stets gelassen, entspannt und ruhig. Gestresst sein ist als ein akzeptabler Normalzustand in der heutigen Zeit angekommen und der Ausgleich fällt häufig schwer. Ein Mensch kann ohne Stress nicht leben, jedenfalls wird dieser Eindruck konsequent vermittelt. Dabei handelt es sich aber nicht um Arbeit oder familiäre Fragen, definiert wird der Zustand durch eine außerordentliche körperliche oder psychische Belastung durch die Umweltbedingungen oder intrinsische Prozesse. Tatsächlich empfindet aber eine große Zahl der Menschen ihre Situation als dauerhaft stark belastend und die Stresssymptome wie Schlafstörungen, Muskelverspannungen oder Kopfschmerzen bleiben nicht aus. Wer die Höhe der Beanspruchung nicht reduzieren kann müsste an eine gesunde Abwehr denken, um gesundheitliche Schäden zu minimieren. Eine Stressresistenz entsteht und wächst nur durch eine stabile Psyche.

Von einer psychischen Stabilität spricht man, wenn die innere Sicherheit und Ruhe des Menschen solide und durch alltägliche Situationen kaum zu erschüttern ist. Sie setzt eine grundsätzliche psychische Gesundheit voraus, also auch das Fehlen jeglicher psychischer Erkrankungen wie Essstörungen, Depressionen oder Borderline Persönlichkeitsstörungen. Auch eine Sucht ist ein hemmender Faktor, der den Menschen instabil und wenig belastbar macht. Die psychische Stabilität ist kein dauerhafter konstanter Zustand, es ist eine Fähigkeit des Individuums, die erlernt, verbessert und ausgebaut werden kann.

Was macht einen psychisch stabilen Menschen aus?

Die Menschen verfügen meistens über ein solides soziales Netzwerk aus der Familie, den Freunden und erweiterten Kontakten. Sozialer Rückhalt ist für eine ausgeglichene und gelassene Lebensweise von hoher Bedeutung. Auch eine gute Gesundheit und ein starkes Immunsystem sowie beständige Lebensumstände (optimaler Arbeitsplatz, sichere Wohnung, stabile Einkünfte, Hobbys) bringen eine gewisse Sicherheit. Der Hauptgrund für eine psychische Stabilität ist aber die innere Regulation, die erlernt werden kann.

Wann sollte man etwas für die psychische Gesundheit und Stabilität tun?

  • Wenn der Mensch häufig gereizt, genervt und schlecht gelaunt ist
  • Bei außerordentlichen Belastungen, kritischen Lebensereignissen und Krisen
  • Beim Auftreten von unerklärten Schlafstörungen
  • Wenn die somatischen Parameter ohne einer gesundheitlichen Ursache sich verändern, z.B. Blutdruckerhöhung, Pulsveränderung, Infektanfälligkeit
  • Bei depressiven Episoden, dem Gefühl der Hilflosigkeit, Überlastung und Trauer
  • Wenn der Mensch die Lebensfreude, Motivation und Optimismus verliert
  • Bei andauernden inneren Unruhe, Ängsten und dauerhaften Sorgen
  • Beim Gefühl, den Anforderungen nicht mehr gerecht werden zu können

    Wer kann professionelle Hilfestellung anbieten?

Um eine Belastungsfähigkeit aufzubauen kann der Mensch auch Hilfe in Anspruch nehmen. Einige Psychotherapeuten, Ergotherapeuten, Sozialarbeiter, Heilpraktiker und andere Berufsgruppen spezialisieren sich auf Stressmanagement und helfen dem Patienten bei der Krisenbewältigung und dem Aufbau einer soliden Basis der psychischen Gesundheit.